Kardia Mageneingang.
Karpfenrücken Ein stark gewölbter Rücken, der meist als Fehler gilt.
Karzinogen Krebsauslösend.
Karzinom Ein bösartiger Tumor.
Kaspar Hauser In erzwungener Absonderung aufgewachsenes Lebewesen.
Kastration Chirurgische Sterilisation eines weiblichen Wesens durch Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken - auch Ovariohysterektomie genannt. Bei Rüden Entfernung der Hoden.
Katzenpfoten Kleine, eng geschlossene Pfoten, die nach Katzenart gewölbt sind.
Kippohr Man unterscheidet ein hohes Kippohr, wenn wie beim Collie nur die äußerste Spitze nach vorne fällt; ein schweres Kippohr, wenn der Ohrlappen im oberen Drittel nach vorne fällt.
Knopfohr Es ist mittellang, hoch angesetzt und liegt dort, wo es hängt, V-förmig an dem vorderen Rand des Schädels an (wie z.B. beim Mops).
Kondition Die körperliche Verfassung zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Koitus Geschlechtsverkehr.
Kollaps Kreislaufversagen.
Kolostrum Erste Muttermilch nach der Geburt.
Koma Tiefe Bewußtlosigkeit.
Kongenital Bei Geburt vorhanden.
Konstitution Die ererbte, unveränderliche Körperbeschaffenheit, ihre Widerstandskraft gegen äußere Einflüsse und ihre Leistungsfähigkeit.
Kopulation Paarungshandlung - Koitus.
Konzeption In der Entwicklung stehende Nachzucht, als Embryo oder Fötus.
Körung siehe Ankörung
Kraushaar Das einzelne Haar ist gedreht, so dass bei größerer Länge der Haare Verfilzungen entstehen können.
Kreuzung Paarung mit Tieren einer anderen Rasse oder Art.
Kryttorchismus / Krytorchidie Eine Anomalie, bei der ein (oder beide) Hoden nicht in den Hodensack abgestiegen, sondern in der Bauchhöhle verblieben ist.
Kupfertoxikose Unfähigkeit des Organismus, aufgenommenes Kupfer auszuscheiden; ein Erbdefekt.
Kurzhaar Auch Glatthaar genannt. Sehr kurzes, glatt anliegendes Deckhaar ohne oder mit geringer Unterwolle.
Kynologe Hundekenner, Hundezüchter (Kynologie ist die Wissenschaft vom Hund).
Labil Veränderlich, schwankend.
Läsion Verletzung, pathologische Veränderung eines Gewebes.
Lahmheit Bewegungshemmung, Hinken.
Lähmung Bewegungsunfähigkeit durch Versagen einer Nerven- oder Muskelfunktion.
Langhaar Weiches, langes Deckhaar mit guter Unterwolle (wie beim Bernhardiner und Neufundländer). Ohne Unterwolle wie beim Setter oder dünn und seidig wie beim Malteser. Ist die Unterwolle sehr dicht und steht das Deckhaar derb und steif ab, spricht man von Langstockhaar, wie bei Spitz und Eskimohund.
Larve Nicht ausgereiftes Stadium in der Entwicklung einiger Parasiten, beispielweise Toxocara canis.
Larynx Kehlkopf.
Lefzen Die herabhängenden Lippen des Oberkiefers. Sie werden saftig genannt, wenn sie wie z.B. beim Boxer tief herabhängen, und trocken, wenn sie wie z.B. beim Bullterrier fest anliegen.
Leistungszeichen Der erworbene Nachweis einer bestandenen Leistungsprüfung wie der Schutzhundeprüfungen I bis III. Die Bewertungen werden in die Ahnentafel übernommen.
Leptospirose Auch die Leptospirose ist eine gefährliche Erkrankung der Hunde, die auch unter dem Namen "Stuttgarter Hundeseuche" oder "Weilsche Krankheit" bekannt ist. Erreger sind die Bakterien Leptosra canicola und Leptospira icterohaemorrhagiae, letzteres ist auch für den Menschen gefährlich. Ansteckungsquelle sind Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere sowie verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben und Sümpfe.
Letalfaktor Erbfaktoren, die zu schweren Mißbildungen wie Wolfsrachen oder Taubheit, manchmal auch zu Todgeburten führen. Häufig sind sie an andere, in der Zucht erwünschte Merkmale gebunden. So tritt der Wolfrachen zusammen mit dem Vorbiß auf, die Taubheit mit derFarbe Weiß oder Dalmatinerscheckung. Die letalfaktoren sind rezessiv, sie können zwar weitgehend unterdrückt, aber praktisch nie ganz ausgeschlossen werden.
Leukozyten Weiße Blutkörperchen.
LH Luteinizing Hormon - Gelbkörperhormon. Ein Gonadotrophin von der vorderen Gehirnanhangsdrüse produziert, das Ovulation auslöst.
Linienzucht Die Zuchttiere werden innerhalb der engeren oder weiteren Verwandschaft ausgesucht, nach der Theorie, dass verwandte Tiere, die sich äußerlich ähnlich sind, das auch in ihren Erbanlagen sein müssen --> Inzucht.
Locus (Mehrzahl Loci) Position zweier Allele eines Gens auf einem Chromosom, Genort.
Lohfarben Gelb- bis Rostbraun. Bei den Engländern auch tan genannt.
Lokal Nur auf einen Teil des Körpers beschränkt; Gegenteil: generalisiert.
Lumen Hohlraum in einem Hohlorgan.
Lymphe Blutplasma tritt aus den Kapillaren aus und fließt erst in Gewebespalten, dann in Lymphgefäßen zu den Lymphknoten. Nach dieser Filterstation gelangt die Flüssigkeit zurück in die Blutgefäße.
Lymphknoten Sie filtern Mikroorganismen, Giftstoffe, Zellreste aus der Lymphe, außerdem entwickeln sich in den Lymphknoten die Lymphozyten. Dieses sind weiße Blutkörchen, die eine zentrale Funktion in der Körperabwehr besitzen. Lymphknoten finden sich in allen Körperregionen, tastbar sind z.B. Unterkiefer-, Bug- und Kniekehl-Lymphknoten.
Maligne Meist für Tumoren verwendet: Bösartig, also schnell wachsend mit der Neigung zu Tochtergeschwülsten, zerstört umgebendes Gewebe.
Manie Übersteigerte Neigung, Besessenheit.
Mastitis Entzündung der Brustdrüse.
Malaena Ausscheidung von schwarzem Stuhl durch verdautes Blut.
Markenfarbig Wird auch Dobermannzeichnung genannt, ist eine andere Bezeichnung für Abzeichen.
Marker Gensequenz, die zum Entdecken von Defektgenen dient.
Maske Scharf begrenztes dunkles Farbfeld im Gesicht.
Mediatoren Chemische Stoffe, die Botschaften übermitteln.
Mengenelemente Kalzium, Phosphor, Kalium, Natrium und Magnesium.
Metastasen Tumore, durch bösartige Zellen entstanden und sich in andere Körperteile verbreitend.
Metöstrus Stadium des Östruszyklus, welcher der Hitze folgt, vor dem Anöstrus liegt.
Metritis Mikrosatelliten
Mikrosatelliten Besonders kurze Satelliten-DNS, die für die Bestimmung der genetischen Vielfalt bei Hunderassen von Bedeutung ist.
Milchtritt Die erbkoordinierte Bettelgeste, mit der die noch blinden Welpen gegen die Zitzen der Mutter drücken, um mehr zu bekommen. Aus dem Milchtritt hat sich das Pfotengeben entwickelt.
Modifikation Abänderung der äußeren Erscheinungsform, die durch Umwelteinflüsse bewirkt wird. Sie ist nicht erblich.
Molekulargenetik Auf Molekularbiologie beruhende genetische Verfahren.
Monöstrus Bezieht sich auf den Östruszyklus. Wird für Tiere angewandt, die in einer Zuchtsaison nur einmal ovulieren.
Monogen Nur durch ein Gen bedingt.
Monorchiden Rüden mit nur einem sichtbaren Hoden. Werden in der Bewertung wie Kryptorchismus behandelt.
Morula Ein Embryo, der nur aus undefferenzierten Zellen besteht, also im ersten Stadium der Entwicklung.
Motivation Beweggründe einer Handlungsweise, Handlungsantrieb.
Mukoid Ausfluß, der schleimartig ist.
Mukus Eine klare, schleimige, oft zähe Flüssigkeit, erzeugt durch die Schleimmembranen, beispielweise die Auskleidung der Vagina.
Mutation Änderung an einem Allel mit günstigen, neutralen oder schädlichen Auswirkungen.
Nabel Der Punkt der Bauchwand, wo die Nabelschnur austritt (Umbilicus).
Nabelschnur Ein Strang von Blutgefäßen und anderen Gewebe. Verbindung zwischen den sich entwickelten Föten und der Plazenta.
Nachgeburt Die Plazenta wird mit den Welpen während der Geburt ausgetrieben.
Nekropsie Totenschau, Leichenöffnung.
Nekrose Abgestorbenes Körpergewebe.
Neonatal Neugeboren.
Neoplasia Bildung von Neoplasmen oder Tumorwachstum.
Neurose Störung des Nervensystems oder Seelenlebens, ohne organische Ursache, meistens durch seelische Konflikte verursacht.
Nierendysplasie Entwicklungsstörung der Nieren, die zu eingeschränkter oder fehlender Nierenfunktion und schließlich zu tödlichem Nierenversagen führt.
Nymphomanie Krankhaft gesteigerter weiblicher Geschlechtstrieb.
Nystagmus Augenzittern.
Obstipation Verstopfung.
OekV Österreichischer Kynologenverband
Ösophagus Speiseröhre.
Östrus Die Zeit der Hitze, während der die Hündim dem Rüden steht.
Olfaktorisch Den Geruchssinn betreffend.
Onanie Geschlechtliche Selbstbefriedigung.
Ontogenes des Verhaltens Verhaltensentwicklung.
Oral Auf das Maul bezogen; Medikamente, wie z.B. Tropfen oder Tabletten werden über das Maul verabreicht.
Osteochondrosis dissecans Erbliche Gelenkserkrankung, die in verschiedenen Gelenken (Schulter, Ellbogen, Knie, Tarsalgelenk) auftreten kann. Durch Fehlbelastungen kommt es zu Verletzungen des Gelenksknorpels.
Outbreeding, Outcrossing Auszucht innerhalb einer Rasse.
Ovariohysterektomie Chirurgische Entfernung von Uterus und Eierstöcken - Kastration.
Ovarium Eierstock.
Ovulation Abgeben eines Eies aus dem Eierstock.
Ovum Ei.
Oxytozin Ein Hormon aus der vorderen Gehirnanhangsdrüse, die den Uterus veranlaßt, während der Geburt sich zusammenzuziehen, Milchproduktion simuliert. Oxytozin wird häufig als Gebärmutterstimulans bei Geburtsverzögerung verabreicht.
Pädiatrie Kinderheiklkunde - Medizin in Verbindung zu jungen Tieren.
Palpation Untersuchung durch Abtasten.
Pankreas Bauchspeicheldrüse.
Partus Geburtsprozeß - bei Hündinnen das Werfen.
Paßgang Die gleichzeitige Vorwärtsbewegung beider Läufe einer Körperseite.
Patellaluxation - Kniescheibenluxation Erbliche Erkrankung des Kniegelenks, die besonders häufig bei Zwerghunderassen auftritt. Durch Abflachung der Knochenwülste, an denen die Kniescheibe normalerweise auf- und abgleitet, rutscht die Kniescheibe nach innen ab. Diese Luxation kann je nach Ausprägung der Erkrankung gelegentlich auftreten (habituelle Form) oder ständig bestehen (stationäre Form). In jedem Fall kommt es durch die Überlastung des Gelenksknorpels zu chronisch degenerativen Veränderungen (Athrose).
Pathogenese Gesamtheit der an Entstehung und Entwicklung einer Krankheit beteiligten Faktoren.
PCR siehe Polymerase-Kettenreaktion
Penetranz Grad der Ausprägung eines Allels.
Perinatal Zeitraum rund um die Geburt.
Perineum Der Körperbereich rund um den Anus bis zur Vulva der Hündinnen und Skrotum der Rüden.
Persistenz Verbleiben.
Perversion Widernatürliche Triebrichtung oder anormale Triebbetätigung.
Phänotyp Gesamtheit der ausgeprägten Eigenschaften eines Tieres.
Pharyngitis Rachenentzündung.
Pharyns Rachen.
Phobie Krankhafte Furcht.
Polygenen Erbgang Merkmale, die auf mehrere Gene zurückzuführen sind; z.B. HD; mittlerweile sind fast 20 Gene für die Ausprägung der HD bestimmend.
Physiologie Wissenschaft über die Funktion von Organen.
Pigmentierung Farbstoffablagerungen, besonders in den Lidrändern, der Nase und den Lefzenrändern.
Platten Größere, zusammen hängende Farbflecken.
Plazenta Nachgeburt.
Pleiotropie Auswirkung eines Gens auf mehr als eine Eigenschaft.
Pleura Brustfell.
Poly- Vorsilbe mit der Bedeutung viele oder vermehrt.
Polydipsie Vermehrter Durst.
Polygen Durch mehr als ein Gen bedingt.
Polymerase-Kettenreaktion Sehr effektive Methode zur Vermehrung kleinster DNS-Proben für die molekulargenetische Untersuchung.
Polymorph Ist ein Genlocus, für den mehr als ein Allel vorhanden ist.
Polyurie Verstärkter Urinabsatz.
Population Gruppe von Tieren, die gemeinsam züchterisch bearbeitet werden.
Populationsgenetik Lehre von den Veränderungen der genetischen Struktur in Tiergruppen, die sich untereinander sexuell vermehren.
Prädisposition Eine besondere Empfindlichkeit oder auch Anlage für bestimmte Krankheiten.
Prägung Ein Lernvorgang, der nur in einer bestimmten sensiblen Zeit (= Prägungsphase) stattfindet und nicht nachholbar ist. Das durch Prägung Erlernte wird nie wieder vergessen.
Präputium Vorhaut.
PRA Progressive Retina-Atrophie, Netzhautschrumpfung, erbliche Augenkrankheit.
Prognose Voraussage über den Krankheitsverlauf.
Prolaps Vorfall nach außen eines inneren Organs, beispielweise Vagina.
Proöstrus Erstes Hitzestadium, wenn die Hündin heiß wird.
Prophylaxe Vorbeugung gegen Krankheit.
Pruritus Juckreiz
Pseudocyesis Synonym für Scheinschwangerschaft.
Psychpharmaka Medikamente, die auf das zentrale Nervensystem wirken und die psychischen Funktionen, wie Stimmung, Antrieb, beeinflussen.
Pubertät Lebenszeitraum, in dem ein Tier sexuell reif wird.
Puerperal Periode direkt nach der Geburt.
Pulmo Lunge
Pylorus Magenausgang oder Pförtner
Pyometra Eitrige Gebärmutterentzündung.
Pyrexie Erhöhte Körpertemperatur, Fieber.
Rasse Untergruppe einer Art, bestehend aus gleichartigen Lebewesen mit gemeinsam vererbten Eigenschaften. Diese Merkmale unterscheiden sie von anderen Rassen.
Rauhhaar Sich hart und rauh anfühlendes, kurzes oder mittellanges Deckhaar, das nach verschiedenen Richtungen absteht.
Regression Rückfall auf frühere Entwicklungsstufen.
Reinforcement Bekräftigung.
Reinrassig Hunde, die in wesentlichen Eigenschaften gleich sind und diese von uns zu Rassemerkmalen ernannten Eigenschaften regelmäßig vererben. Reinrassig darf nicht mit reinerbig verwechselt werden, sonst sähen z.B. alle Pudel, Boxer oder Dackel einer wie der andere aus.
Reizschwelle Die Stärke eines Reizes, die beim Hund eine Reaktion auslöst. Darf nicht absolut gesehen werden (niedrige Reizschwelle - hohe Reizschwelle), sondern ist der jeweiligen Situation angepaßt, wobei der Rassecharakter schon eine Rolle spielt. Wird fälschlich nur für Angriff und Abwehr genutzt. Ein Hund mit "niedriger Reizschwelle" reagiert mit Angriffsverhalten auch auf harmlose Annäherung eines Fremden.
Retina Netzhaut des Auges.
Renal Auf die Niere bezogen; z.B. werden Stoffwechselschlacken renal, also über die Nieren, ausgeschieden.
Repellents Abstoßend wirkende (Duft-) Stoffe.
Reversibel (Eine Veränderung) kann sich wieder zurückbilden. Entzündung der Nasenschleimhaut.
Rezessiv Ein Allel, das nicht zur Ausprägung kommt, wenn es in Kombination mit einem dominanten Allel vorliegt, aber bei doppeltem Vorhandensein seine Wirkung entwickelt.
Rheuma Sammelbezeichnung für schmerzhafte Gelenk- und Weichteilentzündungen.
Ringelrute Wird über dem Rücken geringelt oder seitlich getragen. Ringelschwänzigkeit ist ein Zeichen von Domestikation.
Rosenohr Die Spitze der nach hinten gefalteten Ohrmuschel zeigt nach unten und läßt das Innere der Muschel teilweise sehen.
Rückbiß Diese Bezeichnung wird laut FCI einheitlich für die zoologisch korrekte Bezeichnung Hinterbiß benutzt. Hierbei ist der Unterkiefer zu kurz und unterbeißt den Oberkiefer. Diese Gebißform ist nicht erwünscht, kann aber bei langschädeligen Rassen vorkommen.
Rüde Männlicher Hund. Die Bezeichnung wird bei allen Hundeartigen verwandt, auch bei Wolf und Fuchs.
Rute Der Fachausdruck für Schwanz.
Satelliten-DNS Im Genom in häufiger Wiederholung vorkommende DNS-Kombinbationen, die einen hohen Grad der Polymorphie zeigen, aber vermutlich keine Bedeutung für die Vererbung haben.
SC Schweizerischer Schäferhund-Club
Schärfe Eine im Wesen verankerte, auf dem Gefühl der eigenen Stärke beruhende Aggressivität, die für die Verteidung des Herrn durch Erziehung wirksam gemacht wird.
Scherengebiß Die Schneidezähne des Oberkiefers greifen knapp über die des Unterkiefers. Bei fast allen Rassen erwünscht.
Schlag Eine Gruppe von Hunden, die innerhalb ihrer eigenen Rasse zusätzliche gemeinsame Merkmale haben.
Screening, genetisches Genetic screening, Prüfung auf Erbdefekte.
Season-in Englischer Ausdruck für in der Hitze.
Selektion Natürliche Auslese und Fortentwicklung von Phänotypen durch die Fortpflanzung (Weitergabe der Gene) der jeweils überlebenstüchtigsten Individuen.
SHSB Schweizer Hundestammbuch
Sinus (-itis) (Entzündung der) Nasennebenhöhlen.
Sklera Lederhaut des Auges.
SKG Schweizerische Kynologische Gesellschaft
Somatisch Körperlich.
Sozialisierungsphasen Die Einordnung des Welpen in seine Umwelt und das richtige Verhalten gegenüber anderen Hunden und Menschen. Die soziale Prägung erfolgt von der 9. bis zum Ende der 12. Lebenswoche.
Spondylose Ist einerseits der Abbau von elastischen Elementen (Bänder und Zwischenwirbelscheiben) und andererseits knöcherne Zubildungen (Bildung von Knochenbrücken), meist an der Unterseite der Wirbelsäule. Diese führen zu leichter bis starker Bewegungseinschränkung, bis hin zur völligen Versteifung. Die Knochenzubildungen treten in erster Linie zwischen den Wirbelkörpern, an der Bandscheibe oder den Zwischenwirbelbändern auf.
Spurenelemente Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod und Selen.
Stammbuch Wird auch Zuchtbuch genannt. In ihm werden alle Würfe der vom jeweiligen Rasseclub erfaßten rassereinen Hunde eingetragen. Unentbehrliche Informationsquelle für die Geschichte einer Rasse, deckt allerdings nicht die Fehler der Hunde auf. Ahnentafeln, die nicht im Stammbuch nachprüfbar sind, sind wertlos.
Standard Beschreibung des Idealtyps einer Rasse mit allen ihren Merkmalen.
Staphylokokken Verbreitet auftretende Bakterien, insbesondere in Verbindung mit Hauterkrankungen.
Staupe Virusinfektion, ansteckend, zeigt sich mit Fieber, Erbrechen, Durchfall, Augenentzündungen, Schnupfen, manchmal sogar Nervenstaupe mit krampfartigen Anfällen.
Stehohr Aufrecht stehendes Ohr. Das natürliche Stehohr braucht manchmal sechs Monate und mehr, bis es sich gestellt hat.
Stereotype Ständige Wiederholung gleicher Handlungen (Bewegungen).
Stichelhaar Mittellanges, nicht allzu abstehendes Stockhaar.
Stimulierung Erregung, Anregung, Reizung.
Stockhaar Das ursprüngliche Haar, das aus dichter Unterwolle mit mittellangen Deckhaaren besteht, wie z.B. beim Deutschen Schäferhund.
Stop Ausgeprägter Stirnabsatz, die Entfernung vom Nasenrücken bis zur Stirn.
Streptokokken Häufig auftretende Bakterien, die Hunde, insbesondere nach einer Virusinfektion befallen, beispielweise im Zusammenhang mit Mandelentzündung oder Scheidenentzündung.
Streß Die jeder Krankheit vorausgehende Reaktion des Körpers zur Anpassung an die Belastung (doch auch die Einwirkung selbst, auf die der Körper nicht vorbereitet ist, z.B. Unfall, seelischer Belastung, Vergiftung, Operation, extreme klimatische Einwirkung).
Subklinisch Auf Krankheiten angewandt, deren Merkmale sich nicht eindeutig klarer klinischer Überprüfung erschließen.
Subkutan Unter die Haut, beispielweise subkutane Injektion.
Superfiziell Auf der Oberfläche. Oft angewandt im Zusammenhang mit Wunden.
Sympathy lameness Lahmheit, die psychisch bedingt ist ("hysterische Lahmheit").
Symptom Krankheitsanzeichen.
Syndrome Eine Reihe äußere Merkmale, die zusammenkommen, eine bestimmte Krankheit charakterisieren.
SV Verein für Deutsche Schäferhunde e.V. (Deutschland)
Tan Englische Bezeichnung für gelb- bis rostbraun.
Taxis Ausrichtung der Sinnesorgane oder der Bewegungsrichtung nach der Reizquelle.
Tenesmus Schmerzhaftes und vergebliches Pressen, zur Ausscheidung von Kot und Urin.
Teratogen Fähig, bei Welpen in der Gebärmutter Abnormitäten zu verursachen, angewandt auf Medikamente wie Thalidomide.
Thrombozyten Blutplättchen für Blutgerinnung.
Tonsille Rachenmandel
Tonsillitis Mandelentzündung
Toxämie Verbreitung bakterieller Toxine im Blut von einer Infektionsquelle.
Toxisch Giftig.
Toxoplasmose Eine durch besondere Parasiten, die Toxoplasmen, hervorgerufene Infektionskrankheit.
Trachea Luftröhre
Tragezeit Entwicklungszeit der Nachkommen in der Gebärmutter von der Befruchtung bis zur Geburt.
Tranquilizer Gruppe von Psychopharmaka, die je nach Substanz eine beruhigende, angstlösende, schlaffördernde, antikonvulsive oder muskelentspannende Wirkung besitzen.
Transplazental Übertragung über die Plazenta von Mutter auf Nachkommen, beispielweise Übertragung von Antikörpern oder Infektionen.
Trauma Verletzung, Verwundung, Schock, Erkrankung durch äußere Einwirkung.
Trocken Muskulöse Körperbeschaffenheit ohne Fettablagerungen mit eng anliegender Haut, unter der die Muskeln, Bänder und Knochen plastisch hervortreten.
Tulpenohr Scharf zugespitzte Stehohren.
Tumor Eine Wucherung, auch Neoplasma.
Überspannungsreaktion Ersatzhandlung, Entlastungshandlung.
Umschriebener Prozeß Auf bestimmte Bereiche begrenzte Veränderung.
Urämie Harnvergiftung durch schwere Nierenerkrankungen. Harnpflichtige Substanzen werden nicht mehr vollständig ausgeschieden und finden sich im Blut.
Urolithiasis Harnsteinbildung, ein Erbdefekt.
Uterus Gebärmutter
Vagina Scheide.
Variabilität Unterschiede in einer Art. Landseer, Pekinese, Greyhound etc.
Varietät Hunde einer Rasse mit kleinen Unterschieden, z.B. Lang-/Kurzhaar, Farbschlag.
VDH Verband für das Deutsche Hundewesen e.V.
Vegetavive Störungen Störungen im Bereiche der dem Willen nicht unterliegenden Funktionen (wie z.B. der Herztätigkeit, Verdauungstätigkeit, Schweißabsonderung u.a.m.).
Vertigo Schwindel.
V-förmig Ein Kippohr, dessen fallender Teil wie ein V aussieht.
Vieräugler Hunde mit einem hellen Fleck über jedem Auge. In der sozialen Auseinandersetzung zwischen den Tieren kommt diesen Flecken die Funktion eines zweiten, starren Augenpaares zu, sie schüchtern den Gegner ein.
Volumenmangelkollaps Ein Versagen des Kreislaufes, das durch zu starke Verminderung der Blutflüssigkeit bedingt ist.
Vorbiß Die Schneidezähne des Unterkiefers beißen vor die des Oberkiefers, ihre Schneiden treffen sich nicht.
Vorderhand Der vordere Teil des Hundes, also Schulter, Brust, Vorderläufe und Pfoten.
Vorstehen Hunde stehen in charakteristischer Haltung vor versteckt liegendem Wild (z.B. Rebhühner), ohne sich zu bewegen.
Vulva Schamlippen.
VWD Von Willebrand's Disease, erbliche Bluterkrankheit.
Wamme Lose Haut an der Kehle.
Wellhaar Unterwolle und Deckhaar sind gewellt, wie z.B. beim Borsai. Starkes Wellhaar wird zum Kraushaar.
Welpe Junger Hund
Wesen Die Gesamtheit aller angeborenen und erworbenen körperlichen und seelischen Anlagen, Eigenschaften, Fähigkeiten, die das Verhalten des Hundes zur Umwelt bestimmen, gestalten und regeln.
Wesensfest Ein Hund, der selbstsicher ist, über eine kräftige Portion Robustheit und Härte verfügt und gute Nerven hat. In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff Reizschwelle benutzt.
Widerrist Jener Teil der Wirbelsäule, der zwischen den Schulterblättern liegt, ohne sie zu überragen. Die Größe eines Hundes wird am Widerrist gemessen.
Zangengebiß Die Schneidezähne treffen genau aufeinander.
Zervical In Beziehung auf den Cervix - Gebärmutterhals.
Zilie Haarähnliche Auswüchse aus der Oberfläche von Zellen, die den Inhalt von Hohlorganen in eine Richtung befördern.
Zoonose Von Tieren auf Menschen übertragbare Krankheiten.
Zotthaar Sehr langes, gobes, verfilztes Haar, vereinigt sich zu langen Strähnen wie z.B. beim Kommondor und Pulli.
Zuchtbuch siehe Stammbuch
Zuchtgruppe Die Vorführung von mindestens drei Hunden einer Rasse aus gleichem Zwinger auf einer Ausstellung. Die Hunde müssen am gleichen Tag bei der Einzelbewertung mindestens die Note "gut" erhalten haben.
Zuchtwahl Bei der natürlichen Zuchtwahl unter Wildtieren haben die lebenskräftigeren Männchen mehr Aussicht, ein Weibchen zu gewinnen und so ihre Eigenschaften zu vererben, als lebensschwächere. Bei den Wölfen sind es ohnehin nur sie Alphatiere, die sich vermehren. Bei den Hunden wählt der Züchter Tiere aus,<die seiner Meinung nach die von ihm gewünschten Eigenschaften besitzen.
Zwingerhusten Unter dieser Bezeichnung faßt man einen ganzen Komplex von ansteckenden Entzündungen der oberen Luftwege zusammen. Der Name Zwingerhusten ist insofern irreführend, als Keineswegs nur Zwingerhunde befallen werden.
Zytologie Das Studium der Zellen.
X-chromosomal dominanter Erbgang Seltener Erbgang, bei dem das Gen auf dem X-Chromosom Lokalisiert ist und das entsprechende Merkmal bei Vorhandensein nur eines mutierten Allels ausgeprägt wird. Im Gegensatz zum X-chromosomal rezessiven Erbgang sind demnach auch heterozygote Hündinnen betroffen.
X-chromosomal rezessiver Erbgang Erbgang, bei dem das krankheitsverursachende Gen auf dem X-Chromosom lokalisiert ist und bei Rüden hemizygot zur Merkmalsausprägung führt. Hündinnen sind nur in sehr seltenen Fällen Merkmalsträger, wenn auf beiden X-Chromosomen eine Mutation in dem entsprechenden Gen vorliegt oder aus bestimmten Gründen das X-Chromosom ohne die betreffende genetische Veränderung überwiegend inaktiviert ist. Heterozygot betroffende Hündinnen zeigen i.d.R. keine klinischen Symptome, sind jedoch Konduktorinnen für das Merkmal und haben ein Risiko von 50 % für betroffene männliche und eine Wahrscheinlichkeit von 50 % für weibliche Nachkommen, die wiederum Überträgerinnen sind.
Alle Angaben ohne Gewähr  
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